Baufrefel im Quadrat

Stört - Muss weg! ©Gerald Kaufmann

Um Baustoffe wie Sand kloppt sich die Mafia, Beton gilt als einer der größten Klimakiller, höhere Gebühren für Aushub und Abbruchhinterlassenschaften machen Bauen unfinanzierbar, Einfamilienhäuser sollen schon nur eingeschränkt genehmigt werden.

Alles, was auf der Alanbrook Kaserne stand und nicht denkmalgeschützt war, wurde abgerissen. Darunter eine Menge Gebäude, die, hätten sie woanders gestanden, noch Jahrzehnte ihren Dienst getan hätten. Wer kann unter dem Umweltaspekt dann verstehen, dass ein fast chices, topgedämmtes, neuwertiges Gebäude direkt an der Erzberger-Straße, welches zwar natürlich nicht unter Denkmalschutz stand, sich aber dennoch äußerlich in einem Topzustand befand, auch mal eben platt gemacht wurde.

Riesenfette Fassadendämmung, fast neue Fenster, für die der kleine Mann jahrelang arbeiten muss, wenn er in seinem Eigenheim so etwas haben will? Einfach auf dem Müll. Bein Thema Nachhaltigkeit beim Bau gibt es in Paderborn noch viele Luft nach oben. Mit Plakaten, dass - verständlicher Weise - kein Plastik in die Biotonne soll, wird der Bürger zur Nachhaltigkeit ermahnt. Für die Bauindustrie gelten anscheinend andere Regeln.

Eine Nachnutzung wäre nicht möglich gewesen? Es hätte sicher ein Dutzend Vereine gegeben, die sich nach solch einem Gebäude die Finger geleckt hätten. Zweie wären mir sofort eingefallen.

Was bleibt? Solch eine Verschwendung von Bausubstanz habe ich selten gesehen.