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Paderborn überzeugt? Online weniger...

Paderborn überzeugt? Online weniger...

Das Stadtportal www.paderborn.de ist stark in die Jahre gekommen. Vor zehn Jahren als großer Wurf gestartet, ist es über die Zeit zu einer schrecklich bunten Sammlung an Buttons und Modulen mutiert. Ästhetik findet sich mehr auf den Imageseiten wie z.b. paderborn-ist-erstklassig.de und www.paderborn-ueberzeugt.de. Dort findet sich auch die eine oder andere Information zu dem einen oder anderen Thema - aber wer kommt schon auf die Idee dort zu suchen, wenn die offizielle Website der Stadt doch auf einer anderern URL liegt?

Bei der Stadt Paderborn besteht die Bestrebung, alles unter einem Dach zu halten. Die Fülle an Themen auf einer einzigen Seite macht das Portal für den User zur Herausvorderung. Vor allem das "unterrühren" der Verwaltungsangelegenheiten unter einer Masse von Veranstaltungstipps und Touristenvorschlägen lässt ein wenig an der Ernsthaftigkeit der Verwaltung zweifeln, mit der sie der Informationspflicht nachkommen möchte. So bekommt man das Gefühl, die Stadt wolle jeden, der eine wichtige Information benötigt, von der Suche ab- und zu etwas anderen hinlenken.

Kann sein, dass es Ziel der Stadt ist, jeden, der das Einwohnermeldeamt sucht, klar zu machen, welch tolle Angebote Paderborn noch zu bieten hat. Mitunter geschieht dies schon recht aufdringlich, und es ist fraglich. ob das einer über 1200 Jahre alten Stadt würdig ist. Ist der Grad an Überforderung des Users durch die Masse an Buttons noch nicht erreicht, erledigt den Rest das Nachrichtenmodul mit Inhalten aus vier verschiedenen Zeitungen und einem Radio. Auf der Seite gibt es keinen "Eyecatcher", nichts ist wesentlich und wer wirklich etwas sucht, dürfte lange damit beschäftigt sein.

Unterschiedliche Bereiche benötigen unterschiedliches Design. Ein Portal für Stadtmarketing hat komplett andere Anforderung an die Gestaltung als eine Verwaltungsseite mit ihren vielen Formularen und Datenblättern. Tourismus muss mit viel Emotion und großen Bildern an den Gast gebracht werden, der neuste Mietspiegel kann als PDF unter Umständen auch ohne Bild an den Interessenten gebracht werden. Auf www.paderborn.de ist zusammengekommen was nicht zusammen gehört. Andere Städte zeigen, dass die "Hauptdomain" dafür genutzt werden kann auf unterschiedliche Webseiten zu verweisen. So wären eigene Seiten für für Verwaltung, Tourismus und für Standortwerbung möglicherweise ein Ausweg aus der Medienflut. Und bei der Gelgenheit könnten gleich sowohl Design als auch Technik modernisiert werden...