Verkorkste Energiewende

Viel wird darüber gesprochen, dass sich dank der übermäßigen Förderung gerade der teuersten erneuerbaren Energien die EEG-Umlage beinahe verdoppelt hat. Keiner spricht darüber, dass Möglichkeiten, um erneuerbare Energien günstiger zu machen, unterlassen wurden. Seit Jahren bietet sich Norwegen mit seinen Stauseen als AKKU Europas an, aber Deutschlands Stromnetz wird einfach nicht angeschlossen.

Es sind ja bekanntermaßen die Preise für die Spitzenlast jene, die den Strompreis nach oben befördern. Der Strom aus den Stauseen Norwegens könnte dann Energie liefern, wenn es bei uns bewölkt ist und Flaute herrscht.
Ein Kabel ist zwar geplant, soll aber lt. Wikipedia erst 2020 oder später in Betrieb genommen werden. Damit hinkt Deutschland gewaltig hinterher und es kann nur noch damit begründet werden, dass es Kreise gibt, die das Kabel verhindern möchten. Im übrigen haben die Niederlande schon seit 2008 solch ein Kabel nach Norwegen.

Wenn aber schon die Mächtigen nicht gewillt sind, Strom bezahlbar zu halten, kann man vielleicht noch an die Vernunft von der anderen Seite appellieren. Betreibern von Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen können genauso einspringen, wenn Wind und Sonne Pause machen. Das beinhaltet natürlich, dass sie ihre Anlagen dann abschalten, wenn Windräder und/oder Solaranlagen auf Hochtouren laufen.

Jetzt sagt der eine oder andere, "das kann mir egal sein, ich bekomme ja mein Geld, auch wenn der Generator stur durchläuft". Grundsätzlich ist das ja richtig, aber Dank eines des neuen Dienstleisters NEXT Kraftwerke wird der Betreiber eines Kleinkraftwerks mit höheren Margen belohnt, wenn der seinen Strom nach Bedarf produziert. Eine kleine Box schaltet den Generator genau dann an, sobald eine bestimmte Strompreisgrenze an der Strombörse überschritten wird. So entsteht eine Win Win - Situation. Die Betreiber von Kleinkraftwerken erhalten mehr Geld für ihren Strom, drücken dafür gleichzeitig aber auch ein bisschen den Strompreis, was wieder den Verbraucher freut.

Sicher, diese Maßnahmen liefern uns keinen billigen Strom, aber man würde sich ja schon über Strompreiserhöhungen, die kleiner als die jetztigen ausfallen würden, freuen.