Quotenkampf durch Panikmache?

Dass in Paderborn seit längeren auf dem Gebiet der Hauswurf Zeitungen ein erbitter Kampf um Werbekunden geführt wird, ist nicht erst seit der Affäre um Gehälter bei einem der Blätter bekannt. Dass nun der Kampf auf den Rücken der Leser ausgedehnt wird, diese Runde hat nun das neue Blatt "Telegraf" eingeläutet.

Mit dem Titel "Täter ohne Tabus - Brutalität in OWL" wird schonungslos mit der Angst der Bürger, vor allem älterer Leute, gespielt. Der textliche Teil bezieht sich auf Polizeiberichte, wie sie bedauernswerter Weise stets zu finden sind, dennoch aber nicht solch einen Aufreißer rechtfertigen.

Damit aber nicht genug: Mit dem Mann auf der Titelseite, der sichtlich professionell seine Fäuste gebunden hat, einen Kaputzenpulli trägt und so als Boxer zu erkennen ist, wird suggeriert, dass Kampfsportler ihren Sport dazu betreiben um willkürlich Schwächere auf offener Straße Leid zuzufügen. Judoka, Boxer, Karateka und viele mehr werden in Paderborn nach diesem Aufmacher den Spruch "Du machst Kampfsport? Da muss ich ja vorsichtig sein...!" wohl noch öfter als sonst zu hören bekommen. Jahrelange PR-Arbeit um einen guten Ruf der Kampfkunst-Abteilungen verschiedener Sportvereine wurde hier mit einem Bild zunichte gemacht.

Betreiber einer Kampfkunst sind in erste Linie auf ihre Fitness bedacht (und rauchen auch nicht während des Trainings....)